Die Pistoleros vom TCW gewinnen den High Noon gegen Poggersdorf und fixieren den Aufstieg in die höchste Spielklasse in Kärnten!

Banner Krainer Die Aufsteigermannschaft mit Fans (Sleime war auch dabei :-))

Spannung pur im Finale der LLB Gruppe C. Aufgrund eines Festes in Poggersdorf musste die Partie eine Woche verschoben werden, was aber den Vorteil hatte, dass die 1. Mannschaft des TC Weinländer mit fast 20 Fans das Auswärtsspiel zum Heimspiel umfunktionierte. Immerhin hatten neben dem TCW noch mit dem TC Töplitsch und Spittal zwei Mannschaften Chancen auf den Aufstieg und die Poggersdorfer, für die es allerdings um nichts mehr ging, waren durch die Siegesprämien ihres Sponsors voll motiviert.Zudem konnte auch keiner erahnen, dass es in diesem Spiel zu einem Jahrzehnte Match kommen sollte, dass in dieser Form so selten ist wie Schnee im Sommer. Auf 2 begann der augeweckte und sympathische Maxi Wertz gegen Daniel Orasche etwas nervös, aber der ehemalige Postler hatte das Bringen von Geschenken nicht verlernt und Max kam auch immer besser ins Match. Der gelernte Aufsteiger aus Deutschland, stieg mit dem TC Freudenberg letztes Jahr auf, spielte wie die ganze Sasison wie ein Uhrwerk aus der Schweiz, präzise und punktgenau. Nach etwas mehr als einer Stunde ging der TCWler mit einem 6:3, 6:2 als erster Sieger vom Platz. Fast genau zum selben Zeitpunkt führte auch Phil Hungerländer gegen Emanuel Krampl klar mit 6:0, 5:1 und schien sein Spiel zu beenden. Der Poggersdorfer wehrte sich jedoch verbissen und zeigte sich als zäher als angenommen. Vor allem machte er jetzt auf seiner einhändigen Rückhand kaum mehr Fehler. Dann war doch Michi Schönhuber, der schon die ganze Woche vor dem Match genervelt hatte, vorher fertig. Überraschend klarer Sieg mit 6:2, 6:1 gegen den in dieser Saison mit einer weißen Weste spielenden David Pewal. Michi der Metalfan sang zu seinen Stops und zu seinem Gegner am tiefen Boden „The Unforgiven“ und knallte auch wieder einige Rückhand Einhänder links und rechts am Gegner vorbei ins Feld. Kurz darauf war auch der jüngste im Bunde fertig. Nach super kämpferischer Leistung und nach 6:4 und 0:4 im Zweiten machte der junge Legionär Tom Velina von der Sportunion auf einmal 6 Games in Folge und schlug so seinen ehemaligen Trainingskollegen Cedric Harrich. Mittelerweile kämpften die beiden Einser noch immer im zweiten Satz. Emanuel hatte ein 1:5 aufgeholt und führte jetzt mit 6:5 in einem Marathongame, das an die 20 Minuten dauerte. Der längste Ballwechsel ging über 3 Minuten. Schließlich gewann der Poggersdorfer Satz 2 und die mitgereisten TCW Fans bekamen Spannung pur geboten. Am Nebenplatz begann nun das 4er Einzel zwischen dem aus der 2. Mannschaft abgezogenen Dölsacher Rene Detomaso, Linkshänder, Rythmusbrecher, Winkelspieler in zur Zeit bestechender Form und dem Tennisästheten Daniel Weidlitsch, dessen einhändige Rückhand, wenn er sie trifft, an die Schweizer Nr. 1 erinnert. War der erste Satz, den der TCWler schließlich mit 6:4 für sich entscheiden konnte, noch ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Spieler hochklassiges Tennis zeigten und mit enormen Tempo agierten – dagegen spielten die Einser nebenan im Zeitlupentempo – so konnte der Poggersdorfer Cäptn im Zweiten nichts mehr zulegen. Iceman Detomaso pendelte ihn in feinster Manier aus und fixierte mit dem 6:1 den Sieg und damit den Aufstieg in die Landesliga A. Nach 3:45 stand es 4:0 für den TCW und im Einsermatch gerade 3:3 im dritten Satz. Beide Spieler von Krämpfen geplagt und von den jeweils eigenen Leuten gepusht verbissen sich jetzt wo es um nichts mehr ging außer einem Blumentopf, um die Ehre und ITN Punkte in das Match wie zwei angeschlagene Boxer im Ring. Beide bereits nach 4 Stunden von Krämpfen geplagt spielten einen drucklosen Marathonballwechsel nach dem andren. Bettina im O-Ton: „Weckts mi auf, wenn der Ballwechsel aus is“. Ein kleines Nickerchen ging sich da schon aus. Letztendlich gewann der Poggersdorfer Jurist im Tiebreaker den Dritten mit 7:6 nach sagenhaften 4:45 Spielzeit!

Immer wieder, immer wieder TCW sang Maxi Wertz und alle Spieler und Fans freuten sich wie die Nackabatzl über den Aufstieg. Am meisten aber freute sich der ehemalige Postler Claus Dabringer, der verletzt nicht spielen konnte, aber sich zu Mittag von einer Hochzeit und seiner Steffi zwischenzeitlich vertschüsste, um sich das Spiel nicht entgehen zu lassen. Vor lauter Freude zahlte er eine Runde nach der andren und war kaum mehr wieder auf die Hochzeit zu bewegen. Danach wurde beim Weinländer noch weitergefeiert und der Durst gelöscht, wo Alois und der Club einige Runden sponserten. Wer dann noch weiter in die Stadt ging, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt :-). Wir gratulieren nochmals Michi und seinen Jungs, aber auch dem ganzen Club zu der tollen Leistung und dem taktischen Zusammenhalt in einer schwierigen, von Verletzungspech geplagten Saison. Vor allem wäre der Aufstieg ohne die Noteinsatzkräfte Davide, Manuel und Rene nicht möglich gewesen. Somit wurde der nicht ganz feine Abgang vom ehemaligen Mannschaftskollegen Gernot Tischler mehr als kompensiert und eine kleine Genugtuung blieb am Ende immerhin auch noch übrig, dass Spittal 2 durch den TCW Aufstieg selbst in der LLB bleiben muss.Banner Krainer

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