Schmaler Grat zwischen Sieg und Niederlage

Banner Krainer  

Drei Deutsche und ein Osttiroler (v.l.n.r.): Nils Hoffmann, Rene Detomaso, Michi Schönhuber, Maxi Wertz
Drei Deutsche und ein Osttiroler (v.l.n.r.): Nils Hoffmann, Rene Detomaso, Michi Schönhuber, Maxi Wertz

Wie knapp es im Tennis zugehen kann und dass man trotz einer doch vorhandenen Siegeschance eine klare Niederlage einstecken muss, mussten die 1er Herren in der 3. Runde der LLA gegen Askö Villach erleben. Ob der Zwang aufgrund strömenden Regens in die Feitritzer Halle auszuweichen ein Vorteil oder ein Nachteil war, sei nun mal dahingestellt, doch machte es der schnellere Belag nicht unbedingt leichter für unsere Jungs. Auf 3 kam Sandwühler Maxi Wertz, der aufgrund des Champions League Sieges seiner Bayern schwere Wochen hinter sich hatte,  gegen einen an diesem Tag stark aufspielenden Tom Pressl mit 0:6, 2:6 unter die Reifen. Max wie Flasche leer würde der alte Italiener da sagen.  Parallel kämpfte der rasende (Antenne) Reporter Rene Detomaso, der sich am Vortag beim 15 jährigen Jubiläums seines Senders brav zurückgehalten hatte, gegen das Granatservice eines Oliver Petz. Immerhin brachte Rene 5 eigene Aufschläge beim 2:6, 3:6 durch. Die Entfernung zu einem Break konnte jedoch in Lichtjahren gemessen werden.  Auf Sand hätten wir diese Partie gerne gesehen, da wäre vermutlich einiges mehr drin gewesen. Aufschlag Volley spielte Michi Schönhuber gegen Cäptn Jack Markus Pressl, der seine Vorhand  wieder ein paar mal mit 180 durchladete. Schöni vollierte sich nach knappem 4:6 im Ersten mit sehenswerten Flugbällen zu einer 5:3 Führung, um dann doch noch knapp mit 5:7 zu verlieren. Gerade die leichteren Sitzer ließ er leider aus. Mein Gott was wäre da gegen den ansonsten eher labilen Piraten im 3. Satz noch alles möglich gewesen, Schade. Auch im Jugendeinzel sah die Sachlage ähnlich aus. Der sympathische Martin Strebenitzer (extra aus Weitensfeld mit fescher Freundin angereist) kam gegen David Jank im ersten Satz in der Halle gar nicht in die Partie. Im 2. lief es dann etwas besser, aber er schaffte es nach einem 5:7 auch nicht mehr in die Verlängerung. Auch hier wäre mehr drinnen gewesen. Somit war nach 0:4 das 1er Duell nur mehr eine Exhibition zwischen dem sympathischen Nils „Holgerson“ Hoffman, extra für den TCW aus Deutschland angereist und dem 20-jährigen slowenischen Legionär Matej Leljak, der derzeit auf der Future Tour unterwegs ist. Doch was die mitgereisten Fans und Spieler in diesem Spiel geboten bekamen, war Tennis auf allerhöchstem Niveau und enormer Geschwindigkeit und erinnerte an eine Mischung aus Fast & Furious und einem Westernduell. Der Slowene begann bei 0:1 v.a. den Aufschlag und die Vorhand durchzuladen und auch noch zu treffen. Im ersten Satz zählten die Zuseher bei 6:1 einen einzigen unerzwungenen Fehler. Doch der am Platz unscheinbare Deutsche, der im ersten Satz zwar das Tempo mitging, aber mehr Eigenfehler produzierte, erhöhte dann im 2. Durchgang die Schlagzahl und kam immer besser ins Spiel. Der Slowene wankte bereits, produzierte mehr unforced errors, weil unter Druck, rettete sich jedoch nach sensationellen Ballwechseln irgendwie ins Tiebreak, dass er schließlich dann doch noch gewinnen konnte. Schade für einen toll aufspielenden Nils, der es sich verdient hätte, im 3. Satz die Chance auf den Sieg zu bekommen. Vor allem, da er im zweiten Satz eigentlich, das Spiel mit begeisternden Bällen dominieren konnte. But that`s Tennis. Sieg und Niederlage liegen oft sehr nah beieinander und letztlich entscheiden ein paar Kleinigkeiten und wenige Punkte über den Ausgang. Toll was unsere Burschen dann noch im Doppel zeigten. Beide gingen nach gewonnenem 1.  und nach verlorenem 2. Satz in die Verlängerung , wo die Villacher abermals mit 16:14 und 10:7 das Glück auf ihrer Seite hatten. Michi spielte an der Seite von Nils eine starke Partie, vollierte wieder exzellent, auch die Granaten des Slowenen, konnte aber 2 relativ leichte Volleys beim Matchball nicht verwerten. Trotzdem Bravo Jungs. Die Leistung sollte zumindest für die Relegation Auftrieb geben.Banner Krainer

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